Jeder kann helfen – #bloggerfuerfluechtlinge

“Wer, wenn nicht wir müssen erklären, dass es unsere Pflicht ist, Menschen, die aus Kriegsgebieten hierher kommen und um Asyl bitten, zu helfen und wir diesen Menschen mit Achtung gegebenüber treten müssen, weil sie Schreckliches erlebt haben.”

Bereits im März hatte ich diesen Satz in meinem Beitrag Wer, wenn nicht wir? aufgenommen. Denn bereits da betraf das Thema meinen Sohn und mich hautnah, weil bei uns im Dorf eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien in unser Pfarrhaus eingezogen ist. Ich habe in diesem Zusammenhang viel mit meinem Sohn über die Menschen gesprochen, in deren Ländern Krieg herrscht und die keine andere Möglichkeit sehen, als aus Ihrem Heimatland zu fliehen.

Ich habe ihm dann die kleine Geschichte von Suleman aus Syrien erzählt, damit er versteht was ich meine (diese Geschichte ist fiktiv, aber leider vermutlich so oder so ähnlich auf der ganzen Welt wieder zu finden): Der kleine Suleman wohnt in Damaskus, zusammen mit seiner Mama, seinem Papa und seinen vier Geschwistern. Suleman ist das  jüngste Kind. Er ist gerade mal vier Jahre alt. In seinem Heimatland herrscht Krieg. Kaum ein Stein steht noch auf dem anderen. Ständig muss er sich mit seinen Geschwistern verstecken, wenn wieder neue Angriffe erfolgen. Suleman hat Angst. Eines Tages wird es so schlimm, dass seine Eltern beschließen zu fliehen. Sie nehmen nur die nötigsten Dinge mit, seine Spielzeuge muss er alle zu Hause lassen. Der Weg ist beschwerlich und sie müssen sich oft verstecken. An der Grenze werden Sie getrennt. Suleman und zwei seiner Geschwister bleiben beim Vater. Seine Mutter und die zwei anderen Kinder bleiben zurück. Suleman weint, ist traurig und versteht nicht, was das vor sich geht. Er hat Angst, er will zu seiner Mama. Dann kommt er in ein neues Land. Deutschland. Er versteht niemanden. Alles sieht anders aus. Er schläft in einem fremden Haus, in einem fremden Bett. Er hat keine Kleidung außer die, die er trägt und er hat kein Spielzeug. Er hofft, dass seine Mama bald nachkommt in das fremde Land, wo alles anders ist, aber hauptsache kein Krieg!

Erst danach hat mein Sohn richtig verstanden, was es bedeutet ein Flüchtling zu sein,  aber er hat sofort verstanden, dass wir diesen Menschen helfen müssen.

Kurz nach dem Einzug der syrischen Familie bekam ich eine WhatsApp einer entfernten Bekannten, die sich um die Flüchtlinge im Ort kümmert, mit der Bitte zu schauen, ob ich noch Kinderkleidung und -schuhe übrig hätte. Ich habe dann den Kleiderschrank meines Sohnes durchforstet und habe einige Tüten füllen können. Darüber hinaus hat mein Sohn ein paar seiner Spielsachen aussortiert, um Sie den Kinder zu spenden.

Jeder kann und sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten helfen. Deswegen beteilige ich mich gerne an der Aktion #bloggerfuerfluechtlinge und rufe ebenfalls auf mitzumachen. Sei es im Form von Sach-, Mach- oder Geldspenden oder einfach sich an Aktionen wie dieser zu beteiligen. Wir müssen Stellung beziehen und zeigen, dass wir nicht alle so denken, wie die Idioten aktuell in Heidenau.

Daher bedanke ich mich bei meiner Schwester Mrs. K. Ess, die mich auf diese Aktion aufmerksam gemacht hat. Außerdem bei den tollen Menschen die diese beeindruckende Aktion ins Leben gerufen haben und bei Tollabea die dieses wunderbare Logo entworfen hat und  allen Mitwirkenden kostenlos zur Verfügung stellt.

 

 

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