Planänderung – Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…

Über das wordpress Netzwerk kam ich auf die Seite von chaoshoch2. Dort hat Kerstin zur Blogparade mit dem Thema #Planänderung aufgerufen. Diesem Aufruf will ich gerne folgen, da genau das Thema bei mir derzeit ganz aktuell ist.

Denn mein mit 20 gefasster Lebensplan hat leider eben nicht so funktioniert wie ursprünglich gedacht. Damals wünschte ich mir nichts mehr, als den Mann zu heiraten den ich quasi schon aus Kindertagen kannte, ein Haus und mindestens ein Kind. Umgesetzt wurde tatsächlich auch alles recht schnell. Als wir in das Haus meiner Großeltern zogen, war ich 25. Die Hochzeit folgte ein Jahr später und Mutter unseres Wunschkindes wurde ich dann mit 28. Wir waren wirklich glücklich und so hätte es auch noch ewig weiter gehen können. Dummerweise gab es ein paar Entwicklungen, die eben nicht geplant waren und die letztendlich die Ehe zum Scheitern gebracht haben.

Jetzt bin ich 35,  mein Sohn ist zwischenzeitlich 6 Jahre und in dem Haus wohne ich immer noch. Nur läuft gerade das Scheidungsverfahren und der Gerichtstermin steht an.  Eine Scheidung war natürlich in meinem eigentlichen Plan nicht enthalten.

Mein eigenes Scheitern macht mir derzeit sehr zu schaffen. Selbstzweifel und Vorwürfe nicht genug getan zu haben, um meinem Sohn eine heile Familie zu bieten, sind an der Tagesordnung. Alleinerziehend und geschieden… NEIN! Das war nicht mein Plan!

Sicher ist es nicht verkehrt einen grundlegenden Plan zu haben, dennoch sollte man nicht enttäuscht sein (so wie ich gerade), wenn eben dieser nicht so umgesetzt wird, wie eigentlich gedacht.

Der Lyriker Bertolt Brecht hat sich scheinbar zu Lebzeiten auch schon zu diesem Thema seine Gedanken gemacht, denn eines seiner Zitate lautet:

“Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein kluges Licht, und mach dann noch ‘nen zweiten Plan, geh’n tun sie beide nicht.”

Und da ich, genau wie Herr Brecht einst sagte, mittlerweile weiß, dass Pläne schmieden nichts bringt, habe ich einfach keinen neuen Plan. Das einzige was ich mir wünsche, ist meinem tollen Sohn auch ohne Mann/Vater im Haus den wunderbarsten Platz zum Aufwachsen und Leben zu bieten, den es gibt.

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1 Response

  1. SchwesterS. sagt:

    Landei, das ist kein Scheitern, sondern ein weiterer Schritt auf dem Weg, der das Ziel ist.

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